Ganztag

Aus der LZ: Hoffmann-Realschule will den Ganztag

Schulkonferenz stimmt für Teilnahme an Landesoffensive - Start im Sommer 2009 oder 2010 möglich

VON TILL SCHRÖDER Bad Salzuflen. Die Eduard-Hoffmann-Realschule möchte spätestens im Sommer 2010 den verpflichtenden Ganztagsbetrieb einführen. Mit großer Mehrheit habe dies die Schulkonferenz entschieden, berichtete gestern auf Nachfrage Rektor Fritz-Otto Husemann. Damit werfen die Lohfelder ihren Hut für die NRW-Ganztagsoffensive in den Ring. Zum kommenden sowie übernächsten Schuljahr können jeweils ein Gymnasium und eine Realschule im Kreis Lippe mit dem Zuschlag zum Ganztag rechnen. Das geht nur, sofern die gleiche Schulform auch im "Normalbetrieb" erreichbar bleibt - durch eine zweite Realschule am Ort wie in Salzuflen und Detmold. Die Entscheidung des Lehrer-Eltern-Schüler-Gremiums wird dem Schulausschuss am morgigen Donnerstag (Sitzung ab 17 Uhr im Ratssaal) mitgeteilt. Debattiert und abgestimmt wird nach Worten Edmund Welslaus, Fachdienstleiter Schule, jedoch erst am 20. November - kurz vor Schluss der Bewerbungsfrist für die Ganztagsoffensive. Gleichwohl signalisieren bereits CDU, SPD und Grüne ihre Bereitschaft, das nötige Geld zur Verfügung zu stellen. So liegen der LZ sowohl ein rot-grüner als auch der CDU-Wunsch vor, den Finanzbedarf zu ermitteln - auch in Bezug auf die Übermittagsbetreuung, zu der Realschulen und Gymnasien ab Februar verpflichtet sind. Auch die Eduard-Hoffmann-Realschule wird, so Husemann, dann zunächst mit einer halben Extra-Lehrerstelle in das "normale" Mittagsprogramm starten. Sollten die Fraktionen das Votum der Schulkonferenz stützen, nur für eine Übergangszeit. Diese wird nach Meinung des Bildungsexperten einer Ratsfraktion eher im Sommer 2010 als 2009 mit dem Ganztag enden. Immerhin habe Detmold bei der "Ganztagsoffensive" früher die Hand gehoben. Husemann verbindet große Erwartungen mit dem Schritt. "Es würde personelle Spielräume deutlich erweitern. Außerdem verbrächten unsere Schüler mehr Zeit in der Schule - also kann ich mehr Förderung organisieren, Angebote machen und insbesondere die Berufswahlorientierung ausbauen." Was dazu baulich nötig sein wird, muss - auch im Blick auf die Entwicklung der anderen Schulen am Lohfeld - mit Verwaltung und Politik abgestimmt werden. Vordringlich sind nach Meinung von Edmund Welslau zunächst Kursräume und Lehrerarbeitsplätze. Ein Ganztagsbetrieb würde nur für die Fünftklässler des Auftaktschuljahres beginnen, sodass nicht alles auf einmal erledigt werden müsste, meint Edmund Welslau.

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